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Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)

Im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen sind die Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs und des Güterverkehrs mit Schwerpunkt Eisenbahngüterverkehr in Deutschland organisiert. Der Verband existiert in seiner heutigen Form seit Anfang 1991, nachdem der Verband öffentlicher Verkehrsbetriebe (VÖV), der Bundesverband Deutscher Eisenbahnen, Kraftverkehre und Seilbahnen (BDE) sowie der VÖV der ehemaligen DDR den Zusammenschluss zum VDV beschlossen hatten. Dem VDV gehören zurzeit 524 Verkehrsunternehmen als ordentliche Mitglieder sowie 58 außerordentliche Mitglieder (unter anderem 25 ausländische Verkehrsunternehmen beziehungsweise deren Verbände) an (Stand 1. Oktober 2001). 413 Mitgliedsunternehmen betreiben öffentlichen Personennahverkehr mit den Betriebszweigen U-Bahn, Stadtbahn, Straßenbahn, Eisenbahn, Bahnen besonderer Bauart, Obus und Bus.

Der Verband sieht seine Aufgabe in der Beratung der Mitgliedsunternehmen, in der Pflege des Erfahrungsaustausches zwischen ihnen und in der Erarbeitung einheitlicher technischer, betrieblicher, rechtlicher und wirtschaftlicher Grundsätze mit dem Ziel einer bestmöglichen Betriebsgestaltung. Er vertritt außerdem die Interessen der Unternehmen gegenüber Parlamenten, Behörden, Industrie und anderen Institutionen.

Insgesamt werden die Verkehrsmittel aller VDV-Unternehmen inklusive des Mitgliedes DB AG im gesamten Bundesgebiet von rund 8,9 Milliarden Fahrgästen jährlich benutzt. Das entspricht einem Anteil von mehr als 90 Prozent am Gesamtmarkt ÖPNV auf Schiene und Straße. Täglich befördern die VDV-Unternehmen rund 24,5 Millionen Fahrgäste. Von den 147 VDV-Mitgliedsunternehmen mit Güterverkehr werden rund 565 Millionen Tonnen Güter bei fast 82 Milliarden Tonnenkilometern im Jahr transportiert.